• L.T. Ayren

Lektorat

Aktualisiert: 27. Jan. 2020

Und auf einmal kommt da Qualität rein. Feedback auf allen Ebenen, und wie es mir half den weiteren Weg zu bestreiten.

Hättst du mich vor einem Jahr gefragt ...

... hätte ich gesagt, mein Manuskript ist gut genug, um veröffentlicht zu werden. 380 Seiten meiner Welt, schön verpackt und eine packende Story. Ich denke, ich war zufrieden so, wie es war. Ein Lektorat war in meinen Augen "nur" der Feinschliff, um die groben Schnitzer raus zu bekommen. Ein wenig dran feilen und ab zum Drucken. Ich hatte ja keine Ahnung.

Ein Glücksgriff

Zum Glück bin ich an Petra gekommen. Sie war es die in meinem Geschreibsel etwas erkannte, das eine Basis für die Zusammenarbeit war. Retrospektiv betrachtet, ist es mir ein Rätsel, was es war. Sicher nicht meine Rechtschreibung. Das Ergebnis unserer Arbeit begeisterte mich allerdings gewaltig. Ich lernte in knapp sechs Monaten die Grundlagen in der Rechtschreibung neu (und wahrscheinlich habe ich die Hälfte bereits wieder vergessen), durfte mich mit der Branche des Buches beschäftigen und mich sehr intensiv mit meinem Text beschäftigen. Es war erfrischend einen Blick von außen auf meine Geschichte zu bekommen und an die Stellen zu gehen, die meine Aufmerksamkeit bedurften.

Mehr als "nur" Rechtschreibung

Wir ackerten im regen Austausch an dem Buch. Auch wenn sie einen großen Wert auf das richtige Handwerk legte, vernachlässigten wir nicht, die Zeilen an denen es nicht rund lief. Ich hatte meine knapp 350 Seiten im Kopf und wusste noch genau was wann passierte. Mit einem Blick auf die Seiten war ich auch direkt wieder in meiner Welt. Umso härter traf mich jedes Mal ihre Rückmeldung ."Hier fehlt das Gefühl", hier "die Tiefe" oder "ich verstehe das nicht, erkläre mal bitte". Erst mit der Zeit verstand ich, was sie von mir wollte. In meinem Schreibwahn habe ich die Rolle des Lesers nicht ausreichend eingenommen. Petra zeigte mir schonungslos die Schwächen auf und das war gut so. Ich verstand dadurch, mein Werk von außen zu betrachten, ohne Vorwissen und mit einer neutralen Vorstellung, ohne das Buch schon zu kennen.

Take Away Message

Das Lektorat war qualitativ der größte Sprung. Weniger zu erzählen, mehr die Geschichte zu fühlen war eine harte Lektion, an der ich wachsen konnte. Der neutrale Blick meiner Lektorin half mir zu verstehen, was die Leser empfinden, die mein Buch bekommen werden. Sollte ich mich je entscheiden müssen, wofür ich Geld ausgeben möchte, dann für ein gutes Lekotorat. Hier mit jemanden Hand in Hand zu arbeiten, pushed die Qualität des Buches extrem. Mein Buch wurde dadurch zwar verändert, allerdings nur zum Positiven.

In diesem Sinne sei offen zu Feedback, auch wenn es erst mal Schmerzen sollte, konstruktive Rückmeldung hat nie die Absicht zu verletzen, sondern will lediglich verbessern (ob du jedes Feedback einfließen lassen willst, musst du selbst entscheiden).

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