• L.T. Ayren

Intuitiv oder Kopf?

Aktualisiert: 3. Feb. 2020

Wie schreibe ich? Aus meiner Sicht betrachtet, wohl völlig "normal" und wie ich es gewohnt bin. Von außen betrachtet aber deutlich zu erkennen.

"Manchmal sprudelt es so aus dir heraus"


Ich hätte hier wohl nie unterscheiden oder gar einen Unterschied in Schreibytpen erkennen können. Wenn meine Lektorin aber über die Texte schaut, wird es ihr allerdings ziemlich klar. "Man merkt die Stellen, aus denen es manchmal nur so aus dir heraus sprudelt". Tatsächlich stellte ich fest, dass es oft Phasen gibt, in denen ich sehr wenig darüber nachdenke, was nachher zu Papier getragen wurde. Wörter und ganze Seiten haue ich in die Tasten. Wie ein Springbrunnen schießt aus dem Kopf und landet auf dem Papier. Überprüfen kann ich das ja auch später noch - plane ich zumindest.



Intuitiv ....?


Wenn im Schreibwahn, dann doch so einiges verfasst wurde, beginnt der frustrierende Part, zumindest für mich als intuitiver Schreiberling. Rechtschreibfehler müssen verbessert werden, Kommasetzungen und die offensichtlichen Gedankenabbrüche müssen ausgebessert werden. Immer wieder ertappe ich mich dabei, wie ich mich selbst erstaune. Wie konntest du nur so eine Grütze verfassen? Dabei hat es sich in meinem Kopf eigentlich ganz gut angehört. Trotz der doppelten Arbeit stelle ich fest, dass es gerade das ist, was es aus macht. In diesem Moment, voll und ganz Teil dieser Geschichte zu sein hilft enorm diese Welt auf der Gefühlsebene wahrzunehmen.

.... oder Kopf?


Sowas würde einem Kopfschreiber selten passieren. Wort für Wort wird überprüft, kein Satz kommt zu Papier, der nicht genau so korrerkt formuliert ist. Der riesige Vorteil an der Stelle ist, dass Korrekturen wohl seltener gemacht werden müssen. Handwerkliche einwandfreie Bücher prägen vor allem diesen Schreibtypen. Ich stelle es mir ,aber auch nicht einfach vor, wenn der Kopf das führende Instrument ist. Zu viel Kopf an der Stelle mag hilfreich beim Handwerk und der Logik sein, Unterstützung braucht dieser Typ aber vor allem auf der Gefühlsebene.


Take Away Message


Um einen besseren Schreibtypen definieren zu können, müsste es wohl einen perfekten geben. Diesen habe ich noch nicht entdeckt. Somit werden beide Typen an den "Schwachstellen" arbeiten müssen. Wenn jedes Wort aus der eigenen Überzeugung richtig verwendet wurde, so sind die Korrekturen eines Lektors umso schmerzhafter. Wenn es vor allem darum geht, Dingen ihren Raum auf dem Papier zu geben, so kann die Korrektur echt langwierig werden. Sobald man sich dessen bewusst wird, können aber auch die entsprechenden Stellen deutlich verbessert werden.


In diesem Sinne, Perfektion werden wir wohl alle nicht erreichen, also keine Scheu und lasst es sprudeln oder hirnt darüber welcher, der beste Satz sein könnte.



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