• L.T. Ayren

Positionierung

Aktualisiert: 6. Juli 2020

ICH? Ein Autor?


Positionierung kommt von innen heraus.


Lange Zeit war es eine Herausforderung, sich als „Autor“ im Genre „Fantasy“ zu betrachten. Ich hatte immer das Gefühl, in eine Schublade gesteckt zu werden. „Du machst also sowas wie Herr der Ringe oder Harry Potter?“ Natürlich mache ich das nicht. Konkret arbeite ich an diesem Werk seit 2009. Da habe ich einfach nur mal in die Tasten gehauen. Ohne Plan und ohne Ahnung ging es los.


Innerlich war es immer ein Kampf. Egal wem man das sagte, man landete immer wieder bei der gleichen Frage. Es war so nervend, dass ich bald gar nichts mehr dazu sagte. Ich sah keine Gemeinsamkeiten zu anderen Werken. Warum also mich damit vergleichen? Egal welches Buch man in den Händen hält, ich glaube, keines ist wie das andere. Natürlich kann man nach den Gemeinsamkeiten in einem Buch suchen. Wenn zwei Bücher allerdings einen bösen Zauberer verwenden, kann man sich an den Gemeinsamkeiten stören oder man achtet auf die Botschaft des Buches. Von außen in diese Ecke gedrückt zu werden, war frustrierend.


Die Angst, zu ähnlich zu sein


Wenn man immer wieder mit den Großen im Genre des Werkes verglichen wird, stellt man sich ziemlich bald die Frage: Was unterscheidet mich denn von den anderen? Der Gedanke nistet sich ein und führt irgendwann dazu, dass man mit allen Bemühungen vermeiden will, etwas zu kopieren. Alles, was man schreibt, wird hinterfragt. Wie lange ich Zeit kaputt gehauen habe, um zu vermeiden, wie andere sein, geht wahrscheinlich auf keine Kuhhaut. Vor allem ist die Suche eins: langweilig, nervend und irgendwann lähmend. Irgendwann fragte ich mich dann doch: Lohnt sich der Aufwand dann überhaupt noch?

Tatsächlich dauerte es bis zum Verfassen der Autorenvita, bis ich meine neue Rolle annehmen konnte. Mein Selbstbild war von dem geprägt, was ich bisher gemacht hatte. Sich zu verändern, glich einem Wahnsinn. Seine Freizeit zu opfern, wofür man kein Geld bekommt? Ja, spinnst du? Erst als ich meine Vita so formulierte hatte, sodass es sich nach „Schreiberling“ anhörte, konnte ich mich selbst so erkennen. Dabei war ich keine Kopie eines Autors. Ich war einfach ich. Viel mehr noch. Ich war Teil des Genres. Mit Sicherheit auch erst mal einer von vielen. Aber plötzlich störte mich der Vergleich nicht mehr. Ich erkannte, dass es für Menschen einfacher ist, Dinge mit etwas zu vergleichen, das sie kennen. Wir alle haben einen ganz großen Kamm, über den wir alles und jeden kämmen. Als ich verstand, dass der Vergleich mich nicht entwertet, sondern für andere eine Hilfestellung ist, platzte der Knoten. Der Mut, sich selbst als „Autor“ zu sehen, war plötzlich da.


Take Away Message:


Definiere dein Selbst-Bild. Dabei sind Schubladen vielleicht auch gar nicht verkehrt. Entscheidend ist: Finde deine Schublade und entwickle dich daraus heraus weiter.


In diesem Sinne: Mach dein Ding. Lass dich inspirieren und schau, was sich für dich und dein Werk schlüssig anfühlt.






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